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Hundekot im Garten – Was können Sie dagegen tun?

Hundekot im Garten – Was können Sie dagegen tun?

Hundekot im Vorgarten oder in der Einfahrt ist für viele Grundbesitzer ein Problem, das immer wieder auftritt. Nicht nur stinken die Häufchen und sehen unappetitlich aus, sie können auch gesundheitsschädigend für uns und andere Tiere sein. Denn im Hundekot finden sich oft Krankheitserreger, wie etwa Parasiten, die in unserem Garten nichts verloren haben. 


Sie finden dennoch des Öfteren Hundehäufchen in Ihrer Einfahrt oder Ihrem Garten? Erfahren Sie hier, was Sie dagegen unternehmen können, welche Verpflichtungen Hundebesitzer:innen haben, und wie Sie eine langfristige Lösung für das Problem finden.

Hundekot auf dem Privatgrundstück – die rechtliche Lage

Grundlegende Höflichkeit setzt voraus, dass jede:r Hundebesitzer:in sich um die Hinterlassenschaften seines oder ihres Vierbeiners kümmert. Leider kommt es aber dennoch immer wieder vor, dass Grundbesitzer:innen Hundekot auf ihrem Grundstück finden. Vielleicht war Herrchen oder Frauchen gerade unachtsam, oder hatte gerade keine Lust, sich um die Beseitigung des Häufchens zu kümmern. 


Auf öffentlichem Grund ist die Lage ganz einfach gesetzlich geregelt. Wer die Hinterlassenschaften des eigenen Hundes nicht beseitigt, dem droht ein Bußgeld. Die Höhe variiert zwischen den Bundesländern. Während Hundebesitzer:innen in Brandenburg mit 10-20 Euro davonkommen, drohen ihnen in Bayern 150 Euro.


Auch auf Privatgrund müssen sich Grundbesitzer:innen nicht einfach mit den Häufchen abfinden. Durch Schilder kann das Betreten des Grundstücks von Hunden verboten werden, in diesem Fall haben Sie als Eigentümer:in einen Unterlassungsanspruch. Damit können Sie Hundebesitzer dazu verpflichten, ihre Hunde von Ihrem Grundstück fernzuhalten. 


Somit dürfen sie natürlich auch nicht mehr ihr Geschäft in Ihrem Garten oder auf Ihrer Einfahrt verrichten. Geschieht dies dennoch, so sind die Hundebesitzer:innen dazu verpflichtet, den Kot zu entfernen. Wird dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, dann können Sie die Beseitigungskosten sogar gerichtlich einklagen.  

Hundekot Abwehrmittel – So können Sie Hunde vom Grundstück fernhalten

Doch die Beseitigungskosten einklagen können Sie nur, wenn Sie wissen, wer die Übeltäter sind. Und auch dann haben immer noch Sie die unangenehme Arbeit verrichtet. Doch schon bevor es dazu kommt, können Sie mit ein paar Tricks dafür sorgen, dass die Hunde Ihr Grundstück gar nicht erst betreten.

  • Schilder:

Auch wenn es selbstredend sein sollte, dass jemandes Hund sein Geschäft nicht in Ihrem Garten verrichtet, seien Sie deutlich. Schilder, die signalisieren, dass Hunde nicht willkommen sind, können Hundebesitzer dazu anhalten, aufmerksamer aufzupassen. Auch Schilder, die deutlich zeigen, dass Hundekot nicht erwünscht ist, finden sich zur Genüge im Handel. 

  • Hecken oder Zäune:

Haben Sie es mit Schildern schon probiert, aber die Hundebesitzer:innen halten sich nicht daran? Dann können Sie mit einem Zaun oder einer Hecke schlichtweg verhindern, dass sich die Vierbeiner auf Ihren Rasen verirren. Achten Sie hier jedoch darauf, wie hoch der Zaun sein sollte, oder darf, denn ansonsten kann es wiederum zu Streitigkeiten mit den Nachbar:innen kommen. 

  • Hindernisse und Barrieren:

Entscheiden Sie sich gegen Zaun oder Hecke, so können auch andere Mittel als Barrieren für die Hunde wirken. Kaninchengitter etwa, oder mit Kies ausgelegte Passagen sind für Hunde unangenehm zu betreten und werden von ihnen gemieden. Vielleicht hilft Ihnen dieser Trick dabei, die ungebetenen Gäste fernzuhalten.

  • Ultraschall oder Sprinkler:

Es gibt bereits bestimmte Abwehrgeräte für den Garten, die Ultraschallwellen aussenden. Diese werden zwar nicht von Menschen, dafür aber von Hunden wahrgenommen. Aufgrund der Geräusche meiden die Vierbeiner Ihr Grundstück. Eine ähnliche Wirkung können Sprinkleranlagen mit Bewegungsmelder haben. Wird der Melder ausgelöst, schaltet sich die Anlage ein und vertreibt den Hund mit Wasser.

  • Pflanzen:

Eine kreative Methode, Hunde von Ihrem Garten fernzuhalten, ist auch die sogenannte Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus ornatus). Sie sieht nicht nur hübsch aus, und ziert den Garten, sondern soll auch Säugetiere vertreiben. Diese empfinden ihren Geruch als unangenehm und meiden so das Grundstück. 

  • Essig:

Mit diesem Hausmittel können Sie ebenfalls wirksam Hunde fernhalten und so gegen Hundekot vorgehen. Die Vierbeiner meiden den Geruch von Essig, der übrigens auch geruchsneutralisierend wirkt. So können Sie auch verhindern, dass andere Hunde von altem Hundekot und -urin angelockt werden. Beliebte Gassistellen werden einfach regelmäßig mit etwas Essig gereinigt. In Essig getränkte Tücher können im Garten verteilt werden, und die Vierbeiner so weitflächig fernhalten. Gehen Sie jedoch sparsam und vorsichtig mit dem Mittel um, und meiden Sie empfindliche Pflanzen, denn Essig kann sich auf den Säuregehalt Ihres Bodens auswirken.

No-Gos und Tabus

“Kein Hund”-Schild vor Haus

 

All diese kreativen Hausmittel packen das Problem an der Wurzel und sorgen dafür, dass Sie sich nicht jedes Mal aufs Neue mit demselben Problem herumschlagen müssen. Behalten Sie dabei jedoch im Hinterkopf, dass die Hunde nur ihrem Instinkt nachgehen und nicht die Übeltäter sind. Meiden Sie also Substanzen, die ihnen schaden, oder ihre empfindlichen Nasen reizen könnten, wie Pfeffer oder Zitrone. 


Vor allem chemische Mittel wie Ammoniak sind ein absolutes Tabu beim Kampf gegen Hundekot. Sie können die Gesundheit der Vierbeiner ernsthaft gefährden und ihnen starke Schmerzen zufügen. Werden solche Mittel eingesetzt, kann es auch zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Schadensersatzklagen und Schmerzensgeld kommen. Ganz abgesehen vom Rechtlichen, wollen wir die Hunde fernhalten, und nicht ihnen schaden.

Mit Kommunikation gemeinsam eine Lösung finden

Hausmittel können eine geschickte Lösung darstellen, wenn Sie nicht wissen, welche Hunde ihre Häufchen auf Ihrem Grundstück hinterlassen. Es kann vorkommen, dass Hundebesitzer sich des Problems bewusst sind, dieses aber ignorieren. Oder aber, die Vierbeiner sind so flink, dass Herrchen oder Frauchen das Problem noch gar nicht bemerkt hat. Kennen Sie die ‘Übeltäter’, dann empfiehlt sich auf jeden Fall ein ehrliches Gespräch. Sprechen Sie die Person einfach mal auf die unwillkommenen Hinterlassenschaften an. Bleiben Sie dabei jedoch ruhig, dann reagiert Ihr Gegenüber viel eher einsichtig, als wenn Sie sofort den Kopf verlieren und mit Beseitigungskosten drohen. So können Sie vielleicht gemeinsam eine Lösung finden und müssen erst gar nicht auf Gartenzaun oder Hausmittel zurückgreifen.  


Auf diese oder jene Weise, Sie müssen sich nicht den Rest Ihres Lebens mit Hundekot im Vorgarten herumschlagen. Es gibt eine Reihe an kreativen Lösungen, die nicht nur verhindern, dass Sie morgens in Hundekot treten, sondern auch, dass sich unerwünschte Parasiten in Ihrem Garten ausbreiten.


Titelbild von Vincent van Zaling. Weiteres Bild von Claudia Schwarz.


Autorin: Lisa Maria Stöbich

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