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Schwarze Etikette

Etiketten – Ausführungen, Verwendungszwecke und Vorgaben

Das Wort Etikett leitet sich aus dem Altfranzösischen estequier/estequer ab, was so viel wie feststecken oder befestigen bedeutet. Die damalige estiquette war aus Papier oder Pergament und wurde schon im spanischen Hofzeremoniell verwendet, um Waren mit Preisen und anderen Informationen zu versehen. Dabei geht die Geschichte des Etiketts viel weiter zurück: Bereits im alten Ägypten und Sumer wurden mithilfe von eingravierten Rollsiegeln die Namen wichtiger Könige und Beamter auf Tontafeln verewigt. Im antiken Rom wurden Gefäße mit Wein oder Arzneien mithilfe von Anhängern beschriftet: Eine Verwendungsart, die unserem heutigen Etikett schon sehr nahekommt.

Mittlerweile ist das Etikett für viele Verwendungsbereiche unverzichtbar geworden. Doch was sind Etiketten eigentlich, wofür kann man sie verwenden und was muss man dabei alles beachten? Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in unserem Blogartikel.

Was ist ein Etikett?

Das Etikett ist eine Art Hinweisschild oder Label, das auf Produkten, Verpackungen oder anderen Gegenständen angebracht wird, um Informationen über diese preiszugeben. Dabei gibt es nicht nur viele verschiedene Verwendungsbereiche, sondern auch diverse Arten von Etiketten. 

Welche Arten von Etiketten gibt es? 

Genauso vielfältig wie die Produkte oder Verpackungen, die mit ihnen beschriftet werden, sind die Labels selbst. Denn Etiketten kommen in individuellen Größen, Materialien und Ausführungen. 

    • Klebeetikett: Dieses eher traditionelle Label ist nicht selbstklebend, sondern der Kleber wird während der Produktion mithilfe von Maschinen hinzugefügt. Diese Art von Etikett wird hauptsächlich für Bierflaschen verwendet.
    • Rollenetikett: Auch diese selbstklebenden Labels werden gerne für Bierflaschen, genauso wie für Weinflaschen verwendet. Sie werden aufgerollt geliefert und können aus verschiedenen Materialien bestehen. Auch die Form der Etiketten kann flexibel gestaltet werden und reicht oft von Standardvarianten wie rechteckig oder oval bis zu extravaganten Eigenkreationen. Dadurch eignen sie sich auch besonders als Geschenk- oder Logoaufkleber.
    • Etikettenbogen: Nicht nur auf Rollen, sondern auch auf Bögen im A4 oder A5 Format können Etiketten gedruckt sein. Gerne wird diese Variante auch selbst gedruckt, zum Beispiel bei Start-ups, denn es handelt sich dabei um die Produktion von geringen Mengen an Labels.
    • Stecketikett: Anders als die bisher genannten wird dieses Etikett nicht an die Produkte geklebt. Die spitz zulaufenden Schilder werden gerne für Pflanzen verwendet, denn sie können praktisch in die Erde gesteckt werden. Für ihre Verwendung im Gartenbau und bei der Kennzeichnung von Pflanzen sind die Stecketiketten wasserdicht und wetterfest gestaltet.
  • Hängeetikett: Es wird in der Regel im Verkauf eingesetzt, zum Beispiel bei Kleidung, Schmuck oder Antiquitäten. Kleine Schildchen, meistens aus Pappe, zeigen den Kund:innen Preis, Marke oder andere Informationen über den Artikel. 
  • Wofür werden Etiketten verwendet?

    All diese Arten von Labels helfen dabei, Informationen anzugeben. Welche Art von Informationen hängt dabei vom jeweiligen Verwendungszweck des Etiketts ab: 

      • Versandetiketten: Sie dienen mit einem Barcode der Chargenrückverfolgung und können auch das Logo der Firma abbilden. 
  • Regaletiketten: Mit diesen Labels können Lagerplätze gekennzeichnet werden, damit Artikel schnell und unkompliziert auffindbar sind.
  • Artikeletiketten: Mit ihnen wird die Verpackung von Artikeln gekennzeichnet, sodass Pakete leicht identifiziert werden können.
  • Prüfetiketten: Sie werden an Maschinen und Anlagen angebracht und zeigen wichtige Informationen über die Wartung, zum Beispiel anstehende Wartungstermine.
  • Warnetiketten: Produkte oder Pakete können mit diesen Aufklebern versehen werden, um ihre korrekte Handhabung zu garantieren. Bunte Warnfarben, Warnsymbole und Aufschriften wie: “Achtung. Nur geschultes Personal darf die Verpackung öffnen. Elektrostatisch gefährdete Bauelemente (EGB)” mahnen zur Vorsicht.
      • Lebensmitteletiketten: Diese Labels zeigen Informationen wie Inhaltsstoffe, Zutaten, Allergene, Mindesthaltbarkeitsdatum oder Zubereitungshinweise und helfen Kund:innen bei der richtigen Auswahl, Aufbewahrung und Handhabung von Lebensmitteln. 
  • Etiketten fürs Büro: Nicht nur in der Produktion und im Verkauf sind Labels wichtig. Mit Etiketten können Akten, Büroartikel und Maschinen im Firmenalltag gekennzeichnet werden. So finden sich die Mitarbeiter:innen besser zurecht, und die Büros bleiben ordentlich.
  • Neben diesen Verwendungsbereichen existieren viele weitere. Unternehmen und Privatpersonen haben oft die Qual der Wahl, wenn es um Farbe, Material und Art des Etiketts geht. Doch auch wenn hier viel Spielraum besteht, beim Inhalt der Labels müssen Sie sich oft an Vorgaben und Gesetze halten. 

    Gesetze und Verordnungen 

    Es gibt sowohl internationale als auch deutsche Normen, wenn es um die Verwendung von Etiketten geht, denn in Deutschland, sowie in ganz Europa herrscht eine gesetzliche Produktkennzeichnungspflicht. Diese Pflicht zeigt sich in verschiedenen Verordnungen, die der Qualitätskontrolle, der Produkthaftung und dem Verbraucherschutz dienen. Darüber, welche Informationen genau angegeben werden müssen, entscheidet der Verwendungszweck des Labels und die Branche, in der es verwendet wird.


    Lebensmitteletiketten müssen beispielsweise aufgrund der Lebensmittelinformationsverordnung strengen Richtlinien folgen. Gesetzlich vorgeschriebene Inhaltsstoff-, sowie Zutatenlisten und Mindesthaltbarkeitsdaten verhindern den Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln und allergische Reaktionen und sind daher auf Etiketten unverzichtbar. 


    Auch in der Textilbranche ist die Kennzeichnung streng geregelt. Für alle Produkte mit einem Textilanteil von mindestens 80 % gilt die Textilkennzeichnungsverordnung. Diese besagt unter anderem, dass die Materialien, aus denen sich das Textil zusammensetzt, angegeben sein müssen. Das Etikett muss fest an der Ware angebracht sein, wie etwa durch Annähen. 


    Neben diesen Verordnungen gibt es noch viele weitere, welche die Angaben von Labels in den verschiedensten Bereichen regeln, darunter die Kosmetikverordnung, das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) und das Medizinproduktegesetz.


    Dabei ist und bleibt die verantwortliche Person bei der Kennzeichnung der:die Hersteller:in. Werden Produkte über externe Händler:innen vertrieben, so können diese weitere Kennzeichnung im Sinne des Marketings vornehmen. Die Etiketten der Hersteller:innen müssen jedoch unverändert bleiben.

    Informiert mit Etiketten

    Labels können in vielen Bereichen für Ordnung und Organisation sorgen. Nicht nur dort, wo sie Pflicht sind, können sie sowohl Unternehmer:innen und Händler:innen als auch Privatpersonen wichtige Auskünfte über Pakete oder Produkte geben. Sie können über Inhaltsstoffe, Zutaten und Mindesthaltbarkeitsdaten in der Lebensmittelindustrie oder Kosmetikbranche informieren oder Auskünfte über die Zusammensetzung der Fasern in Kleidungsstücken geben. Weiterhin können Etiketten verwendet werden, um auf wichtige Wartungsfristen von Maschinen und Anlagen hinzuweisen, oder um Paketdienste um die vorsichtige Handhabung von Paketen zu bitten.


    Nicht ohne Grund haben bereits die Ägypter und Sumerer vor Tausenden von Jahren wichtige Informationen in Tontafeln verewigt und die Römer in der Antike Amphoren und andere Behälter mit Anhänger versehen. Das Etikett erfüllte damals und erfüllt heute den unentbehrlichen Zweck der Information und hilft uns dabei, den unternehmerischen sowie privaten Alltag geordnet und sicher zu meistern.

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